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25 Jahre Gemeinsamer Bibliotheksverbund (GBV)

Innovation durch Kooperation: 25 Jahre Gemeinsamer Bibliotheksverbund (GBV)

Sieben Bundesländer, 570 wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken und Forschungseinrichtungen, mehr als 72 Millionen Titel im Bestand – das sind die Kennziffern der Erfolgsgeschichte des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (GBV). Zum 25-jährigen Bestehen gratuliert Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, dem „Pionier der Digitalisierung“: „Was heute in aller Munde ist, hat der GBV von seiner Gründung an mitgedacht: Die Digitalisierung von Bestands- und Lizenznachweisen und vor allem die freie Zugänglichkeit über das Internet.“ Im GBV haben sich die Länder Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen sowie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz zusammengeschlossen. Als Sitzland der Verbundzentrale VZG hat das Land Niedersachsen die erfolgreiche Entwicklung des größten Bibliotheksverbunds Deutschlands von Beginn an eng begleitet und unterstützt.

Gründung und Erweiterung

Mit dem Zusammenschluss des Niedersächsischen Bibliotheksverbundes mit dem Norddeutschen Bibliotheksverbund erfolgte am 14. Juni 1996 die Gründung des GBV. Im Jahr 2004 trat dann die Stiftung Preußischer Kulturbesitz als den Ländern gleichberechtigtes Mitglied  bei. Am GBV nehmen mehr als 570 wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken sowie Forschungseinrichtungen teil.

Mit dem Kooperationsabkommen mit dem Bibliotheksservicezentrum Konstanz (BSZ) des Südwestverbundes (SWB) im Jahr 2015 wurde die Grundlage für die Zusammenlegung der beiden Katalogisierungsdatenbanken zu K10plus und zu weiteren gemeinsamen innovativen Diensten, wie z.B. dem E-Book-Management, gelegt. K10plus ist die größte deutsche Katalogisierungsdatenbank mit mehr als 77 Millionen Titeln und mehr als 210 Millionen Besitznachweisen von fast 1.000 Bibliotheken aus GBV und SWB. „Millionen von Nachweisen über Zeitschriften, Bücher, Karten oder Aufsätze sind über K10plus mit nur wenigen Klicks abrufbar. Digitale Daten sind die Grundlage für die Lern-, Wissens- und Managementprozesse der Zukunft - damit markiert diese länderübergreifende Zusammenarbeit einen Meilenstein in der Digitalisierung der überregionalen, wissenschaftlichen Informationsversorgung“, so Thümler.

Aufgaben des VZG

Die VZG, Verbundzentrale des GBV mit Sitz in Göttingen, ist das Servicezentrum des GBV. Sie betreut und unterstützt nicht nur die Staats-, Landes- und Hochschulbibliotheken, sondern auch sonstige wissenschaftliche Einrichtungen, öffentliche Bibliotheken und Verwaltungsbibliotheken sowie Museen und Archive. Das Dienstleistungsspektrum reicht von klassischen Basisdienstleistungen im Bereich bibliotheksspezifischer Aufgaben, wie Katalogisierung, Fernleihe und Lokale Bibliothekssysteme, über Discovery-Systeme, Portale, Repositorien und Dokumentmanagementsystemen bis zur Langzeitarchivierung und Vernetzung von Literatur und Forschungsdaten.

Zukunft

Die überaus positive Entwicklung des GBV zeigt, wie erfolgreich eine länderübergreifende Zusammenarbeit sein kann. Technik und Organisation des Verbundes haben sich im Laufe der Jahre immer wieder an die sich schnell ändernden Anforderungen an die Informationsversorgung für Forschung und Lehre angepasst. Diese über den langen Zeitraum stabile und erfolgreiche Organisation weckt deshalb auch das Interesse weiterer Partner und schafft die Basis für die Einführung neuer cloudbasierter Bibliotheksmanagementsysteme, die eine adäquate Unterstützung der Hochschulen und sonstigen Forschungs- und Bildungseinrichtungen gewährleisten. „Wie bereits in den vergangenen 25 Jahren nimmt der GBV auch heute entscheidende und nachhaltige Weichenstellungen vor, um sich in der digitalen Transformation von Wissenschaft und Gesellschaft zu positionieren und diese aktiv mitzugestalten. Ich bin überzeugt, dass die Erfolgsgeschichte des GBV auch in Zukunft weitergeschrieben wird“, betonte Thümler.

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