Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen

Verrechnung

Verrechnung postiv erledigter Online-Fernleihen

Die neue LVO sieht eine Verrechnung von positiv erledigten Online-Bestellungen zwischen gebenden und nehmenden Bibliotheken vor (Paragraph 19). Die AG Fernleihe der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme hat in ihren Sitzungen vom 23.6. und vom 17.11.2004 ein Verfahren für die v e r b u n d ü b e r g r e i f e n d e Fernleihe vereinbart. Für die Bibliotheken des GBV stellt sich dies wie folgt dar:

1.
Die Einführung der Abrechnung erfolgt 2005 nicht flächendeckend ab 1. Januar, sondern schrittweise:
sobald der GBV und ein anderer Verbund technisch in der Lage sind, g e g e n s e i t i g aktive u n d passive verbundübergreifende Fernleihe anzubieten, vereinbaren der GBV und dieser andere Verbund bilateral den Start der Abrechnung.

Dabei werden Monographien- und Kopienfernleihe g e t r e n n t behandelt. D.h. in der Praxis, dass sich die Abrechnung mit einem Verbund zunächst auf die Monographienfernleihe, mit einem anderen auf die Kopienfernleihe beschränken kann.

Die Verbundzentrale des GBV wird über Bestandnachrichten und Fernleih-Mailingliste bekannt geben, ab welchem Zeitpunkt Bestellungen für die Abrechnung herangezogen werden. 

2.
Im Prinzip sollen ab Abrechnungsbeginn Bibliotheken Bestellungen an Bibliotheken in anderen Verbünden nur noch über das eigene System Bestellungen aufgeben.

Eine ggf. vorhandene Berechtigung, mit einer Direktanmeldung in einem anderen Verbundsystem zu bestellen (z.B. GBV-Bibliotheken bestellen mit HeBIS-Kennung im hessischen Verbundkatalog, HeBIS-Bibliotheken bestellen mit GBV-Kennung im GVK), wird gesperrt. Die betroffenen Bibliotheken werden von den Verbundzentralen schriftlich (Email oder Briefpost) dazu informiert.

3.
Bestellungen, die nicht über Verbundsysteme laufen, werden nicht erfasst und abgerechnet.

4.
Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich. Abrechnungsstichtag ist jeweils der 30.6. eines Jahres. Maßgeblich für den Abrechnungszeitraum ist das Quittierdatum.

5.
Die Verbundzentrale des GBV führt die Abrechnungen für die GBV-Bibliotheken durch. Für jede positiv erledigte Bestellung zahlt die nehmende Bibliothek 1,50 €. Die gebende Bibliothek erhält davon 1,20 €. Jeweils 0,15 € erhalten die beiden beteiligten Verbundzentralen für ihre Aufwendungen.

Die GBV-Bibliotheken erhalten einmal jährlich von der GBV-Verbundzentrale eine Rechnung oder eine Mitteilung über ein Guthaben, je nachdem, ob ihr Fernleih-Saldo positiv oder negativ war. Die Rechnungen enthalten auch die statistischen Basisdaten (Gesamtzahlen der Bibliothek gebend/nehmend mit Einzelnachweisen) zur Kontrolle. Bibliotheken, die eine Rechnung erhalten haben, überweisen den Betrag auf das in der Rechnung angegebene Konto. Bibliotheken, die eine Mitteilung über ein Guthaben erhalten haben, senden der GBV-Verbundzentrale eine Rechnung in Höhe dieses Guthabens zu. Die Verbundzentrale überweist den Betrag dann auf das in der Rechnung angegebene Konto der Bibliothek.

6.
Geringe Beträge unterhalb eines Positiv- oder Negativsaldos von 20 Euro können auf Wunsch der jeweiligen Bibliothek in den nächsten Abrechnungszeitraum übertragen werden.

Eine Übersicht über die vereinbarten Abrechnungszeiträume finden Sie hier.

B i t t e  b e a c h t e n  S i e:
Die Verwendung roter Leihscheine ist mit der Freischaltung der verbundübergreifenden Fernleihe nur noch in nachvollziehbaren Ausnahmefällen zulässig. Rote Leihscheine werden von den Bibliotheken der anderen Verbünden ansonsten nicht mehr bedient.

W i c h t i g:
Laut Verbundleitungssitzung vom 29.4.2003 werden innerhalb des GBV positiv erledigte Bestellungen vorerst n i c h t abgerechnet. 

W i c h t i g:
Die Bibliotheken bzw. deren Träger müssen klären, ob bzw. wie sie die neuen Regelungen in ihre Benutzungsordnungen umsetzen wollen.

Artikelaktionen