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3. Verbundkonferenz des GBV - 1999 - Bericht der Verbundzentrale

Allgemeine technische Entwicklungen Jahr 2000 und Euro

Die Vorbereitungen für den Jahrtausendwechsel und die Euro-Umstellung sind weitgehend abgeschlossen. Ein ausführlicher Test- und Zustandsbericht kann über die Homepage von Pica ( abgerufen werden. Die Verbundzentrale wird bis Dezember in allen LBS-Standorten die 2000 fähige LBS3 Version 3.7 installiert haben. Für das Verbundsystem (CBS) ist bis Ende Oktober ein Betriebssystem-upgrade (Guardian 90, D48) und bis Ende November die Installation der Version CBS 7.1 geplant.

Weitere Schwerpunkte sind die Weiterentwicklung der WinIBW Software und des neuen Pica-OPAC, der bisher unter dem Namen "PiCarta" bekannt ist. Für November hat Pica die Version 1.4 der WinIBW Software mit einigen Fehlerkorrekturen und neuen Funktionalitäten, wie z.B. die Titelkopie aus der Anzeige, verbesserte HTML-Unterstützung, Dublin-Core Katalogisierung etc. angekündigt. Der neue Pica-OPAC wird als Demonstrationsversion unter dem Namen GBVsearch&order bereits für die Verbunddatenbank im Internet angeboten. Ein strategisch wichtiges Ziel ist die Umstellung der an Tandem (jetzt Compaq) gebundenen Software für das Verbundsystem auf eine Unix-Plattform, da die aktuelle Hardwareplattform nur noch bis 2004 von Compaq unterstützt wird. Zudem werden erhebliche finanzielle Einsparungen bei den Wartungskosten erwartet. Pica hat hier zusammen mit dem GBV im Mai einen Entwicklungsplan vorgelegt, der die Umstellung bis 2003 vorsieht. Neuere Planungen hingegen sehen vor, dass dieser Schritt bereits Anfang 2002 in Deutschland realisiert werden soll.

Online-System

Auch 1998/99 ist ein kontinuierlicher Anstieg der Systemlast (Transaktionen) zu verzeichnen. Die damit verbundene Verschlechterung der Antwortzeiten konnte durch den Zukauf von 4 gebrauchten Prozessoren und interne Tuning-Maßnahmen aufgefangen werden.

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Katalogisierung Monographien

In der Katalogisierung haben sich trotz flächendeckender Nutzung des Verbundsystems 1998 und 1999 noch überraschend hohe Steigerungsraten ergeben: 1997 2,5 Mio. 1998 3,0 Mio. +20% 1999 3,4 Mio. +15% (Prognose) Die Gründe liegen in der zunehmenden Zahl von Projekten zur retrospektiven Katalogisierung der Zettelkataloge. An neuen Bibliotheken kamen neben einer Reihe von Instituts- und Fachbereichsbibliotheken die ZBW Kiel und die Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz (SBB) hinzu. Auch die zum BIS Oldenburg gehörenden Bibliotheken beginnen jetzt mit der Katalogisierung im Verbund. Die Katalogisierung elektronischer Publikationen ist jetzt vollständig in den Verbundkatalog integriert. Auf lizenzfreie Publikationen kann der Benutzer bei der Recherche im GVK direkt zugreifen. Auch die in der ZDB katalogisierten elektronischen Zeitschriften sind seit Juni im GVK recherchierbar.

Zeitschriften

Die Verbundzentrale arbeitet zusammen mit der FAG Zeitschriftenkatalogisierung intensiv an der Weiterentwicklung des Gesamttitelkonzeptes für gesplittete Zeitschriftentitel. Dieses Konzept wurde auf dem Bibliothekartag in Freiburg einem breiten Publikum vorgestellt. Die sich anschließende Diskussion war sehr lebhaft. Erkennbar wurde, dass auch die DDB ein starkes Interesse an der vom GBV entwickelten Struktur hat, während bei den anderen Verbünden, die keine DV-gestützte Zeitschriftenerwerbung und keine ergänzenden Zeitschrifteninhaltsdienste, wie z.B. OLC, kennen, eher eine ablehnende Haltung erkennbar war.

Für den Bereich der Zeitschriften-Bestandsführung kann festgestellt werden, dass der überwiegende Teil der GBV Bibliotheken die primäre Bestandsführung im Verbundsystem erledigt. Für diese Bibliotheken werden die Updates monatlich offline an die ZDB geliefert.

Verbesserungen in der Zusammenarbeit mit der ZDB werden sich aus der Umstellung der ZDB auf das Pica System der DDB ergeben. Die Vorbereitungen für den Systemwechsel zum Januar 2000 sind bereits angelaufen.

Fernleihe und Lieferdienste

In der Fernleihe ist ein kontinuierlicher Anstieg der Online-Bestellungen (1998 ca. 420.000, 1999 ca. 550.000) zu verzeichnen, der deutlich auf die Verdrängung des "roten Leihscheines" hinweist. Auch die Akzeptanz durch Endbenutzer nimmt kontinuierlich zu: 1998 43% bei Ausleihen, 26% bei Kopien, 1999 47% bei Leihe, 30% bei Kopien). Die Nutzung des Dokumentlieferdienstes GBVdirekt wird sich gegenüber 1998 mit über 40.000 Bestellungen mehr als verdoppeln.

Als neue Bibliotheken konnten die ZBW Kiel, die Staatsbibliothek zu Berlin, die ZB Med. Köln (über ZK) und die wissenschaftlichen Bibliotheken des Hessischen Bibliotheksverbundes (über ZK) in das Fernleihsystem integriert werden.

Verbesserungen auf technischer Ebene wurden durch die Freigabe der neuen Version der Ariel-Software mit einem DWS-Modul für die automatische Quittierung von Bestellungen erzielt. Zusätzlich werden seit dem Sommer verbesserte Druckprogramme für Bestellformulare und neue Statistiken auf Titelebene von der Verbundzentrale angeboten.

Für GBVdirekt Kunden konnte der Service durch die sofortige Vergabe neuer Kundennummern und die Einbindung zusätzlicher GBVdirekt-Lieferbibliotheken auf nunmehr insgesamt 32 verbessert werden. Die Verbundzentrale bemüht sich, insbesondere für ausländische GBVdirekt Kunden, den Service durch den Ausbau des Depositkonten-Systems zu verbessern. Dieses Angebot erleichtert und verbilligt für Kunden und Lieferanten die Abwicklung des Zahlungsverkehrs erheblich.

Datenbankangebote

Das bisherige Datenbankangebot des GBV, welches neben der gemeinsamen Verbunddatenbank (GVK) die Zeitschrifteninhaltsdatenbanken OLC, PCI, IBZ und IDZ 18 umfasst, wurde um die Internationale Bibliographie der Rezensionen (IBR) des Zeller Verlages erweitert.

Die Aktualisierung der IBZ wurde im Juli auf einen monatlichen Rhythmus umgestellt. Damit ist die Online-Version der IBZ aktueller als die CD-ROM-Ausgabe, die nur halbjährlich neu aufgelegt wird.

LBS-Systeme im GBV

Pica-LBS-Systeme sind mittlerweile für über 100 Bibliotheken an 26 Standorten installiert. Neu hinzugekommene Standorte in 1998/99 sind Kiel (ZBW), Hamburg-Harburg und Berlin (SBB).

Schwerpunkt der künftigen Aktivitäten der Verbundzentrale wird die Einflussnahme auf die Neuentwicklung von LBS4 sein.

Neue Serviceangebote der Verbundzentrale

LBS-Service der Verbundzentrale

Für kleinere Einrichtungen, die keine Möglichkeit haben, für ihr LBS eine vorhandene Installation mitzunutzen, bietet die Verbundzentrale an, ein LBS auf einem Server der Verbundzentrale zu betreiben. Dieses Angebot wird mittlerweile von sieben Bibliotheken genutzt, davon sind sechs Max-Planck-Institutsbibliotheken (www.vzlbs.gbv.de).

CD-ROM-Service der Verbundzentrale

Für Z39.50-fähige Fachdatenbanken, insbesondere CD-ROM-Datenbanken der Firma Silverplatter, bietet die Verbundzentrale den Betrieb auf einem eigenen Server an (www.gbv.de/gsomenu?PAGE=ERLSERVER). Bibliotheken, die dieses Angebot nutzen wollen, müssen lediglich den Lizenzvertrag mit dem Datenbankanbieter abschließen. Der gesamte technische Betrieb einschließlich der Updates, erfolgt gegen ein geringes Entgelt durch die Verbundzentrale.

Der Zugriff kann über WebOPC (Z39.50, mit Bestellfunktion) oder den datenbankspezifischen Client (i.d.R. WebSpirs, ohne Bestellfunktion) erfolgen.

Aktuell verfügbar sind die Fachdatenbanken Medline, CAB, Inspec, RSWB und Biological Abstracts. Weitere Datenbanken können nach Bedarf in das Angebot aufgenommen werden.

Reiner Diedrichs, Verbundzentrale des GBV

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