Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Sie sind hier: Startseite / Verbundzentrale (VZG) / Publikationen / Verbundkonferenzen des GBV / 2. Verbundkonferenz des GBV - 1998 / 2. Verbundkonferenz 1998 - Planungen zum neuen lokalen Bibliothekssystem LBS4

2. Verbundkonferenz 1998 - Planungen zum neuen lokalen Bibliothekssystem LBS4

Pica-Mitarbeiter Dr. Stefan Gradmann berichtete auf der 2. GBV-Verbundkonferenz im September d. J. in Magdeburg über die Planungen zum neuen lokalen Bibliothekssystem LBS4. Dieses wird von Pica in Zusammenarbeit mit dem britischen Softwarehersteller Automated Library Systems International (ALSi) entwickelt.

Das Kooperationsprojekt hat die gemeinsame Neuentwicklung eines lokalen Bibliotheksautomationssystems für Öffentliche (Produktlinie Concerto von ALSi) und Wissenschaftliche Bibliotheken (Produktlinie LBS4 von Pica) zum Ziel. Das neue Produkt soll in den Jahren 2000 - 2002 die Vorgängersysteme Pica-LBS3 und ALSi-Meritus ablösen und deren gesamte Funktionalität sowie eine Reihe von Neuerungen umfassen.

Funktionalität und Architektur

Katalogisierung

  • gleiche Benutzeroberfläche und gleiche Indiziermöglichkeiten wie im Zentralsystem
  • neue Werkzeuge zur Datenselektion aus der lokalen Datenbank für die Erzeugung von Reports, Neuerwerbungslisten, Titellisten etc.


OPAC

  • neuartige Suchservertechnologie nach Art der WWW-Suchmaschinen (bspw. Alta Vista), optimiert für bibliographische Datenbanken
  • Suchtermkombination mittels logischer, Abstands- und Unschärfeoperatoren (boolean -, proximity-, fuzzy-search) sowie Phrasensuche
  • unbegrenzte Setgröße
  • gewichtete Setsortierung (relevance ranking) nach Vorkommenshäufigkeit des Suchterms in Katalogisat und/oder Volltext
  • Verarbeitung von UNICODE für die korrekte Ausgabe der Diakritika bei der Indexpräsentation
  • Multimedia-Unterstützung
  • individueller Profildienst (Selective Dissemination of Information, SDI) bei der Recherche von Neuerwerbungen


Ausleihe

  • effizientere Thekenfunktionen bei häufig ausgeführten Transaktionen
  • erweiterte Kassenfunktionen für die Verarbeitung von Scheckkarten und die Erstellung von Kassenberichten
  • bessere Unterstützung mehrschichtiger Systeme (Zentralbibliothek - Institute), z. B. Vormerkungsbeschränkung etc. pro Institut
  • erweiterte Statistik/Managementinformation für die Datenerhebung nach zeitlichen und sachlichen Kriterien (Bsp.: Ausleihen pro Band/Jahr; Ausleihen in der Fachgruppe Wirtschaft)
  • direkte InterLibrary Loan(ILL)-Kopplung mit dem Zentralsystem auf der Basis von ISO-Standards zur Prüfung der Erfüllbarkeit von Fernleihwünschen mittels Anfrage im Ortsleihsystem
  • Unterstützung von Selbstverbuchungsstationen (3M, Sensormatic, Lendomat, ALSi)


Erwerbung

  • hierarchische Kostenstellenstrukturen
  • verbesserte Verwaltung und Präsentation der Periodika-Zählung
  • Online-Reklamation von Bestellungen
  • Verarbeitung von Sammelrechnungen
  • Bindeverwaltung


Systemadministration

  • effizientere Benutzerverwaltung
  • einfache, intuitiv handhabbare graphische Benutzeroberfläche mit kontextsensitiver, bibliotheksspezifischer Hilfefunktion, benutzbar via Internet-Browser (z. B. Microsoft Internet Explorer 4)
  • Vereinfachung des Offline-Systembetriebs (Parameter- und Benutzerverwaltung, Terminierung von Offline-Routinen, Reporterstellung, Gestaltung der Präsentationsformate, Fehlererkennung und -behebung), so daß dieser vom lokalen Systemverwalter selbständig und weitestgehend unabhängig von technischer Unterstützung durch die Verbundzentrale durchgeführt werden kann.


Sicherheit

  • auf der Anwendungsebene: Erteilung modulspezifischer Befugnisse an Bibliotheksmitarbeiter nur durch den autorisierten Systemverwalter; Ausführung von Endbenutzer-Transaktionen (Ausleihe, Vormerkung) nur nach Eingabe von Benuzernummer und Passwort
  • auf der Netzwerkebene: Verknüpfung von IP-Adresse und spezifischen Befugnissen
  • auf der Datenbankebene: Verknüpfung von Benutzerkennung (Login/Passwort) und Modul-Zugriffsrechten


Statistik, Berichtswesen

  • Ausleih-, Erwerbungs- und Betriebsstatistik u. a. auf der Grundlage durchgängig geführter Transaktionsprotokolle
  • Konvertierung der erzeugten Daten in ein kompatibles Exportformat
  • Reportgenerator zur schnellen und unkomplizierten Erzeugung bibliotheksspezifischer Statistiken


Architektur

  • Client-Server-System auf der Basis moderner Web-Techniken und W3C-Standards: Standard-Internet-Browser als Client, XML und HTML als Daten- bzw. Seitenbeschreibungssprache, HTTP und TCP/IP als Kommunikationsprotokolle. Vorteile: bewährte und zukunftsträchtige Technik, leichtere Einbindung von Fremdsystemen und -diensten
  • Modularer Aufbau in drei Schichten (Client -> Server -> Datenbank) erleichtert Softwareentwicklung und Skalierung.


Plattformen und Datenbanken

  • Unterstützte Plattformen: SUN Solaris, Digital UNIX (,Windows NT)
  • Unterstützte Datenbanken: relationale (Standard-)SQL-Datenbanken (gegenwärtig: Sybase)


Arbeitsplätze

  • Bibliotheksmitarbeiter: PC-Pentium, 32 Mb, Windows95/Windows NT, Internet Explorer 4
  • Benutzer: PC 486, 8 Mb, Windows 3.1 oder höher, Internet Explorer 3/Netscape 3 oder höher
  • keine VT100-Unterstützung


Übergang von LBS3 nach LBS4

Die Standorte, die ein lokales LBS3-System haben, werden beim Übergang von LBS3 zu LBS4 von der GBV Verbundzentrale unterstützt werden. Die Migration wird stufenweise erfolgen, wobei zunächst der OPAC, dann die Ausleihe und abschließend die Erwerbung umgestellt werden.

Artikelaktionen