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2. Verbundkonferenz 1998 - Bericht der Verbundleitung

Den Bericht der Verbundleitung stellte der stellvertretende Vorsitzende, Herr Dr. Hoffmann vor.

Die Verbundleitung nimmt als Fachaufsicht und Koordinierungsgremium die Verantwortung für die inhaltliche Schwerpunktsetzung, die Kontrolle der termingerechten Durchführung der Arbeitsvorhaben und die Absicherung der Finanzierung für laufende Aufgaben und Investitionen der Verbundzentrale wahr.

Gemäß § 4, Abs. 2 des Verwaltungsabkommens war die Verbundleitung beauftragt worden, die Verbundzentrale bis zum Jahr 2000 in eine von der Universität Göttingen unabhängige, selbständige Einrichtung zu überführen. Nach umfangreichen Untersuchungen hat sich die Verbundleitung dafür entschieden, die Verbundzentrale des GBV in einen Landesbetrieb nach niedersächsischem Haushaltsrecht umzuwandeln. Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur wurde gebeten, alles Erforderliche zu veranlassen, um die Umwandlung mit dem Haushaltsplan 1999/2000 wirksam werden zu lassen.

Auch die Frage nach einer strukturellen Anpassung der Verbundzentrale an die sich verändernden Anforderungen insbesondere im Bereich der Endbenutzerdienste wurde durch die Verbundleitung behandelt. Konkrete Vorschläge für die Optimierung der Struktur der Verbundzentrale können von der hierfür eingesetzten Arbeitsgruppe wahrscheinlich im Herbst vorgelegt werden.

Abgeschlossen werden konnte die Anpassung der Benutzungs- und Entgeltordnung. Die Neufassung der Benutzungs- und Entgeltordnung wurde auf der Frühjahrssitzung der Verbundleitung im April d.J. angenommen.

Für die Erarbeitung eines Statistik-Gesamtkonzeptes wurde eine ad-hoc-Arbeitsgruppe gebildet. Ergebnisse dieser Gruppe liegen noch nicht vor.

Probleme des Datenschutzes wurden ebenso aufgegriffen. U.a. ging es um die unkodierte Übertragung von Nutzerdaten im System. Inzwischen gibt es Empfehlungen des Rechenzentrums der Universität Hamburg und von PICA, wie durch geeignete softwareseitige Maßnahmen die Mindestanforderungen des Datenschutzes sichergestellt werden können. Die VZ wird diese Empfehlungen in praktische Lösungen umsetzen.

 Die Verwirklichung des Mottos "Sieben Länder, eine virtuelle Bibliothek" konnte ein gutes Stück vorangebracht werden. Dabei war die enge Zusammenarbeit zwischen der Verbundzentrale und PICA eine wesentliche Voraussetzung.

Die Verbundleitung hat diese Arbeiten durch rechtzeitige Vorbereitung von Investitionsentscheidungen und Vertragsabschlüssen mit Datenlieferanten sowie Prioritätensetzung in den Arbeitsplänen begleitet. Diese Aktivitäten und Entscheidungen wurden wesentlich durch die Facharbeitsgruppen vorbereitet und unterstützt.

Exemplarisch seien einige Entwicklungen genannt:

In allen Datenbanken und im OPAC kann nun auch über das Internet recherchiert werden.

Im März d.J. wurde die Katalogisierungsrichtlinie für elektronische Dokumente freigegeben, so daß diese im GVK einheitlich nachgewiesen werden können.

Als Dienstleistung mit Endnutzerorientierung wurden die Aufsatzdatenbanken weiter ausgebaut. Dazu mußten Verträge mit den Anbietern geschlossen bzw. neu ausgehandelt werden, um für die gemeinsame Nutzung durch alle Verbundbibliotheken günstige Konditionen zu erreichen. Diese Aktivitäten der Verbundzentrale wurden durch die Verbundleitung begleitet.

Mit der verbundweiten Freigabe der online-Bestellmöglichkeit durch den Endbenutzer ist die Verfügbarleit der Literatur wesentlich verbessert worden. Z.Zt. wird durch die FAG Fernleihe und Endbenutzer im Auftrag der Verbundleitung ein Konzept erarbeitet, um die Leihverkehrsregion an die Verbundregion anzugleichen

In Ergänzung zum traditionellen Leihverkehr wurde im Mai vergangenen Jahres GBVdirekt, der Dokumentlieferdienst des GBV, freigegeben. Dieser Dienst ist kostenpflichtig und wird über die Lieferbibliothek abgerechnet. Seit dem Start der subito-Pilotphase im November 1997 ist GBVdirekt auch Zugangssystem für subito.

Es wurden erste Schritte unternommen, um im Verbund zu einer abgestimmten Zeitschriftenerwerbung zu kommen. Das Problem konnte noch nicht entgültig gelöst werden, und wird die Verbundleitung weiter beschäftigen.

Der Wunsch vieler Benutzer, neben der Printversion die Zeitschriften auch im Volltext elektronisch verfügbar zu haben, hat die Verbundleitung veranlaßt, Konsortialverhandlungen mit wichtigen Lieferanten wissenschaftlicher Zeitschriften aufzunehmen. Es wurde vereinbart, sich formell der "International Coalition of Library Consortia" (ICOLC) anzuschließen. Erste Gespräche mit den Verlagen Springer und Elsevier wurden bereits geführt.

Danksagung

Meine Damen und Herren, ich hoffe, daß Sie sich trotz der knappen Ausführungen ein Bild über die im Berichtszeitraum geleistete Arbeit der Verbundleitung in engem Zusammenwirken mit Verbundzentrale und Fachbeirat bzw. Facharbeitsgruppen machen konnten.

Daß wir heute insgesamt ein positives Resüme ziehen konnten, ist den vielfältigen Aktivitäten der am Verbund teilnehmenden Einrichtungen und Einzelpersonen geschuldet. Der Dank der Verbundleitung gilt insbesondere der Verbundzentrale mit ihrem Direktor, Herrn Diedrichs, deren engagierter und sachkundiger Arbeit wir wohl zuallererst diesen Entwicklungsstand zu verdanken haben.

Unser Dank gilt aber auch den Verbundbibliotheken, dem Fachbeirat, den Facharbeitsgruppen, der SUB Göttinen und der PICA-Stiftung in Leiden für die sachliche und konstruktive Zusammenarbeit. Und nicht zuletzt gilt ein besonderer Dank dem Ländervertreter des Sitzlandes der VZ des GBV, Herrn Dr. Drewen, ohne dessen unermüdliches Wirken im Hinter- und Vordergrund des GBV wir nicht dort stünden, wo wir heute stehen.

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